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„Agil ist besser! Moderne Organisation für soziale Dienstleistungen.“

„Neue Zeiten bringen neue Ideen und machen neue Kräfte mobil.“

Dieser Satz stammt von unserer Gründerin Marie Juchacz und ist schon 100 Jahre alt. Er hat aber bis heute nichts an seiner Bedeutung verloren. Die Gesellschaft, die Menschen und damit auch unser Verband hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Das ist ganz normal. Wir bleiben nicht stehen. Wir, der AWO Kreisverband Mönchengladbach e. V., widmen uns deshalb seit einigen Jahren intensiv dem Thema „Arbeiten 4.0“, der Digitalisierung des Lebens – und der Arbeitswelten und führen analog die so genannte „agile Arbeitsweise“ im Unternehmen ein. Was bedeutet das genau? Wir wollen weg vom klassischen, hierarchisch organisierten System, bei dem der Chef seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Anweisungen gibt. „Agiles Arbeiten“ bedeutet Arbeiten als „Team“. Die Teams und deren Mitglieder übernehmen Verantwortung für ihr eigenes Handeln. Dadurch kann sich niemand bei einem Misserfolg herausreden, er hätte nur nach Anweisung gehandelt. Das bedeutet mehr Gestaltungsfreiheit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Teams – aber gleichzeitig auch mehr Verantwortung für jeden Einzelnen im Unternehmen. Die Chefetage bekommt in dieser Arbeitsweise natürlich eine völlig neue Rolle zugeschrieben: aus Kontrolle und Anleitung wird Unterstützung und Ermutigung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Agiles Arbeiten“ kommt aus der Softwareentwicklung. Inzwischen setzen viele Unternehmen auf Agilität. Doch kann „Agiles Arbeiten“ auch in der Sozialwirtschaft gelingen? Wir glauben daran! Wir wollen durch die agile Arbeitsweise neuen Schwung in unsere Einrichtungen bringen, aber gleichzeitig nicht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Gefühl vermitteln, von Grund auf alles umkrempeln zu wollen. Als Wohlfahrtsverband sind wir gefordert, vorzudenken, wie sich aktuelle Trends auf die Entwicklung der Gesellschaft auswirken werden. Wir gehen zum Beispiel davon aus, dass sich durch das Thema „Arbeiten 4.0“ und „Agiles Arbeiten“ Familie und Beruf deutlich besser vereinbaren lassen. Flexible Arbeitszeitmodelle stehen ganz oben auf der Wunschliste vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ein Großteil unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter braucht nicht mehr täglich am Arbeitsplatz anwesend zu sein. Sie arbeiten im Homeoffice, im Co-Working Space – sogar am Strand, wenn das W-LAN funktioniert. Die Arbeitsweisen im Unternehmen werden kreativer, weil unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in Teams organisieren, viel mehr auf ihre individuellen Kompetenzen vertrauen, als auf die Definition ihrer Berufsbezeichnung. Wir gehen davon aus, dass dadurch direkte Kommunikation und projektorientiertes Arbeiten zunehmen werden. Wir sehen die bunter werdende Gesellschaft als Bereicherung an! Die Zeiten werden immer schnelllebiger. Darauf müssen wir vorbereitet sein. Wir als Wohlfahrtsverband sehen uns gefordert, flexibel auf aktuelle Nöte zu reagieren. Soziale Arbeit muss unserer Meinung nach so gestaltet werden, dass wir diese Zukunft im Blick haben. Informelles Chatten mit unseren Kundinnen und Kunden, Motivation von „lebenslangem Lernen“ und die stetige Schulung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Bereiche, die wir forcieren und ausbauen möchten. „rückenwind+“ Wie kann es uns gelingen „Arbeiten 4.0“ und „agiles Arbeiten“ an unsere 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter heranzuführen? Unsere Struktur ist aufgeteilt in Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den so genannten „Kernfunktionen“ - sie verwalten und unterstützen das tägliche Geschäft der Kolleginnen und Kollegen in den „Fachteams“: In den Kitas und LENA Gruppen, in den „Offenen Ganztagsschulen“ und alternativen Schulbetreuungsformen, im ambulanten Pflegedienst, der Tagespflege, in unseren Begegnungsstätten, den Bildungswerken, im Bereich „Hilfen zur Erziehung“, Streetwork, Migrationsberatung, im mobilen Sozialen Dienst, im ambulant betreuten Wohnen für psychisch Erkrankte und der gesetzlichen Betreuung. In den „Kernfunktionen“ der Verwaltung ist „Arbeiten 4.0“ und die „agile Arbeitsweise“ schon implementiert. In einem nächsten Schritt sollen auch die Fachteams auf diese Reise mitgenommen werden. Dazu haben wir Modelteams ins Leben gerufen, die durch Schulungen und Qualifizierungen auf die Arbeit in agilen Teams und im Umgang mit digitalen Arbeitsmedien vorbereitet werden. Wir freuen uns sehr, dass auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. (BAGFW) daran glauben, dass eine agile, moderne Organisation in sozialen Dienstleistungsunternehmen umsetzbar ist. Denn seit April 2019 bekommen wir eine finanzielle Unterstützung, um genau diesen Prozess weiter voran zu treiben. Das Förderprogramm „rückenwind+“, finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus Bundesmitteln, hat das Ziel, Beschäftigte in der Sozialwirtschaft so lange wie möglich zu erhalten. 30 Millionen Euro stehen zur Erprobung innovativer Ideen und Konzepte zur Verfügung. Wir sind sehr stolz und froh, einen Teil dieser Exzellenzförderung zu erhalten. Für das Projekt „Agil ist besser! Moderne Organisation für soziale Dienstleistungen.“ bekommen wir seit April 2019 eine Zuwendung bis zum 31.3.2022 gezahlt. Damit möchten wir, der AWO Kreisverband Mönchengladbach e.V., „neue Kräfte mobil machen und mit neuen Ideen in neue Zeiten“ steuern. So, wie es die AWO-Gründerin Marie Juchacz bereits vor 100 Jahren getan hat.

 
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